Nachdem wir den letzten Smart Beach Cup in Essen gespielt haben und uns leider knapp nicht zur Deutschen Meisterschaft Ende August qualifizieren konnten, freuten wir uns wieder im Heimatlande spielen zu können – bei den Bayerischen Meisterschaften in Ebersberg.
Ziel war es, uns zum Saisonabschluss noch den Bayerischen Meistertitel zu holen.
Samstag früh hieß es Abfahrt zum Klosterbauhof in Ebersberg.
Dort angekommen, regnete es zunächst und wir hofften alle auf besseres Wetter. Da das Damenturnier hier mit nur 12 Teams ausgetragen wird und wir an Platz 1 gesetzt waren, warteten wir erstmal auf unser erstes Spiel, welches um 12:00 Uhr statt fand. Unsere Gegner hatten schon ein Spiel hinter sich, es waren Lehner/Thomalla. Alle Hoffnungen waren gerechtfertigt, denn es schien plötzlich die Sonne und der Tag wurde immer schöner. Wir starteten relativ gut in unser erstes Spiel und gewannen dieses auch souverän in 2 Sätzen.
Jetzt hieß es erstmal lange pausieren. Denn das nächste Spiel war erst auf 18:30 Uhr gesetzt. Also setzten wir uns mit unseren angereisten Fans zusammen, guckten bei einigen Spielen zu und warteten auf unsere nächste Begegnung. Aber die Müdigkeit übermannte uns und Vale entschloss sich eine Weile im Auto zu schlafen. Wieder aufgewacht, dauerte es nicht mehr allzu lange und wir machten uns warm für unser zweites und letztes Spiel dieses Tages. Guck mal wer da ist – wir trafen jetzt schon auf unsere größten Konkurrenten Henry/Schulz, die amtierenden Bayerischen Meister.
Zunächst starteten wir sehr gut in die Partie und konnten mit druckvollen Aufschlägen und gutem Side-Out den ersten Satz für uns gewinnen. Im zweiten Satz drehte sich leider das Ganze und dieser ging an die anderen beiden. So, nun hieß es Tie-Break. Die Müdigkeit machte sich bei uns bemerkbar. Michi Henry und Bine Schulz konnten sich leider ein wenig absetzen und siegten im dritten Satz. Das hieß für uns, wir müssen über die Loserrunde ins Finale kommen, um dort dann nochmal konzentrierter zu spielen und uns den Sieg zurück zu holen.
Da dies das letzte Spiel des Tages war, trafen sich anschließend gleich einige Spieler der Bayerischen Tour in einer Runde zusammen, um über einige Dinge zu diskutieren, die auf der Tour evtl. verändert werden sollten oder könnten. Dies erledigt, packten wir zusammen und fuhren in Richtung heimwärts.
Nach einer Mahlzeit, fiel das Schlafen auch so gar nicht schwer. Tascha schlief im Sitzen ein und Vale fast in der Dusche.Früh aufgestanden, hieß es – Start in den Finaltag. Um 9:00 Uhr ging es gegen Blessau/Pfletschinger. Diesmal spielten wir auf den Feldern, die gleich neben dem Ebersberger Volksfest liegen. Als wir an den Feldern angelangt sind, mussten wir feststellen, dass die Türen gar nicht offen waren. Erst dachten wir es war ein Scherz, doch als die ersten Jungs rüberkletterten, konnten wir es nicht fassen. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn sind die Gitter zu den Feldern verschlossen! Als Vale sich auch überwunden hatte rüberzuklettern, spielten wir uns anstatt übers Netz – über das Gitter ein. Dazu kommt noch das erste Spiel in der Früh! Wir hatten, wie meistens, Schwierigkeiten so früh am morgen in die Gänge zu kommen und verschliefen den ersten Satz. Dazu verhalf uns die Sonne, die schon zu so früher Stunde strahlte, leider auch nicht gerade zu Bestleistungen… Wir holten uns jedoch den zweiten Satz deutlich und hofften darauf, auch den Dritten für uns zu gewinnen. Wir konnten uns 2 Punkte von unseren Gegnern absetzen.. Diese gaben wir jedoch wieder her und so stand es 10:10. Mit guten Abwehraktionen und genug Biss konnten wir jedoch endlich das Spiel mit einem 15:10 beenden und waren froh darüber, dieses Spiel überstanden zu haben. Gleich im Anschluss flüchteten wir in Schatten.
Doch die gewünschte Entspannung blieb aus. Das letzte Spiel wurde besprochen, der Schatten gefunden und wir freuten uns schon aufs Halbfinale. Doch als sich Vale über die Haare strich, saß da eine Wespe. Sofort hat diese in die Stirn zugestochen. Blöderweise wusste Vale nicht wie sie darauf reagiert, denn das letze Mal wurde sie mit 6 Jahren gestochen und ist sehr allergisch. Erstmal in Schatten gesetzt, Eis geholt und Vorschläge eine Zwiebel zu holen gekriegt. Dann kamen aber schon die Sanitäter. Diese stellten niedrigen Sauerstoff Gehalt im Blut fest, packten Vale eine Sauerstoffmaske um und riefen den Sanker. Auch wenn es Vale schon wieder gut ging, sie nur kurz entspannen wollte und sich eigentlich strikt gegen den Sankerruf werte, half dies alles nix. Die Sanitäter machten noch mehr Stress als die Wespe und Vale kapitulierte und fuhr mit ins Krankenhaus. Dort angelangt wartete sie eine halbe Stunde auf den Arzt, da dieser keine Symptome feststellte, schrieb er nur eine Salbe auf und wunderte sich über die eifrigen Sanitäter. Als Vale dann endlich rauskam, warteten Tom und Tascha auf sie. Tascha glaubte ihren Augen nicht, denn Tom wettete mir ihr, dass Vale um 11.30 rauskommt. Und wann kam Vale raus? Um Punkt 11.30. Ins Auto gestiegen, bereiteten wir uns schon auf das nächste Spiel gegen Wolf/Zschau vor. Doch auch dies musste nun nochmal warten, denn als Tascha und Tom auf Vale im Krankenhaus warteten, ließ Tascha ihren Geldbeutel auf dem Mülleimer vor dem Kiosk liegen, wo sich die beiden Trinken kauften. Tom düste nochmal schnell zurück und auch diese Situation ist glücklich ausgegangen. Wespenstich versorgt, Geldbeutel gefunden – jetzt konnten wir uns warmmachen.
Die Hitze war unerträglich, doch mussten wir uns jetzt konzentrieren und nochmal Gas geben um eine Revanche gegen die Niederlage am Vortag zu erspielen. In den ersten Satz starteten wir sehr gut, konnten uns gleich absetzen und führten sogar 15-12. Doch dann fingen wir an blöde Fehler zu machen und unser Gegner besser aufzuschlagen. Tascha sprang eine Abwehr, man muss aber auch dazu sagen, dass es ein wuchtiger Angriffsschlag war, an das Dach des Klosterbauhofs und blieb in der Regenrinne stecken. Doch glücklicherweise konnten wir den ersten Satz noch für uns entscheiden. Im zweiten Satz hielten alle ihr Side-Out sehr gut und es gelang uns erst am Schluss ein Paar Breakbälle zu holen. Doch diese reichten und somit standen wir im langersehnten Finale!
Nachdem Halbfinale konnten wir nun endlich was Essen, denn dafür war auch noch keine Zeit an diesem Tag. Viele bekannte Gesichter begrüssten uns und wir freuten uns schon aufs Finale. Noch Marco und Mo zum Finaleinzug gratuliert ging es dann aber auch schon los. Da die Sonne so herunter prallte und die Steine im Klosterbauhof es magisch aufsogen, bildete sich ein Hitzekessel auf dem Center Court. Genau so heiß her verlief das Finale gegen Henry/Schulz. Mit spektakulären Aktionen und diskutierten Schirientscheidungen mussten wir den ersten Satz abgeben. Der zweite Satz gestaltete sich am Anfang auch nicht gerade positiv für uns. Doch wir konnten es drehen und diesen noch relativ deutlich für uns entscheiden. Im dritten Satz lagen wir schon 6-3 zurück und dachten schon, dass es vielleicht schon gewesen ist. Doch dann hielten wir unser Side-Out zum 6-4 und Tascha zauberte zwei Asse aus dem Ärmel. So glichen wir aus und liessen uns dieses Geschenk auch nicht mehr nehmen. Bei 12-9 für uns sammelten wir unsere ganze Konzentration und hielten den Abstand bis Vale den letzten Ball mit ihrer letzten Kraft einhämmern konnte. Wahnsinn! Bayerischer Meister! Wir schrien unsere ganze Freude, Wut über die vergangene Saison und den ganzen Druck aus uns heraus und fielen einander in die Arme.
Ein schöner Saisonabschluss und eine Versöhnung für die nicht Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Nachdem wir kurz Zeit hatten es auf uns wirken zu lassen, das Männerfinale anschauten und von Freunden beglückwünscht wurden, fand auch schon die Siegerehrung statt. Schönes Gefühl: mit Blumenstrauß, Urkunde und Pokal ausgestattet! Vale durfte sogar noch eine weitere Urkunde abholen. Denn sie bekam den MVP- Titel und freute sich wie ein Schnitzel. So wurden alle Reden gehalten, die Siegerfotos, Interviews gemacht und dann ging es schon zum Sektduschen und Raupe-machen. Auf den Weg zu den Duschen, dachten wir uns das Beste kommt zum Schluss und nun sind wir Bayerischer Meister. Doch die Wespe meinte wohl auch sie ist das `Beste` zum Schluss und hat diesmal auf Tascha eingestochen. Glücklicherweise ist Tascha nicht dagegen allergisch, so konnten wir gemütlich im Bierzelt am Volksfestplatz in Ebersberg noch was Essen und Trinken und fuhren dann super gut gelaunt, aber auch super müde nach Hause und feierten in unseren Träumen!
Spiele:
vs. Lehner/Thomalla 2:0 (15:8/15:7)
vs. Henry/Schulz 1:2 (21:15/15:21/11:15)
vs. Blessau/Pletschinger 2:1 (17:21/21:12/15:10)
vs. Wolf/Zschau 2:0 (23:21/21:19)
vs. Henry/Schulz 2:1 (19:21/21:17/15:11)
Fazit:
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Bayerischer Meister 2011!
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1. in der Bayerischen Rangliste!
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Schöner Saisonabschluss!
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Gleich zwei Wespen wollten uns aufwecken!
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Gratulation auch an Max & Bene
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Danke für die vielen Leute die gekommen sind um uns anzufeuern!
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Danke an Carlos! Poke-Rules ;)
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Wenn drei Teams absagen starten wir bei der Deutschen ;)
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Schöne und erfolgreiche Saison gehabt!
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Viele Stunden im Auto verbracht!
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Das Teams mit den meisten Kilometern ;)
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Sonnenbrand, Sonnenstich, Wespenstich… alle 3 zusammen
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Spiele in der Früh liegen uns immer noch nicht…
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Beachvolleyball ist einfach der coolste Sport der Welt!
Mit meisterlichen Grüssen


Deutsch
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